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In Memory Hans Leupin

HL gestaltete in seiner Malerei sowohl Ausschnitte des alltäglichen Lebens und der Natur als auch eigene Visionen. Auf teils witzige, teils tiefgründige Weise interpretierte er unsere Zeit und setzte dabei philosophische Gedanken in visuelle Anreize um. Typisch für Hans Leupin waren die markanten malerischen Perspektiven, die durch dunkle Konturen abgegrenzten klaren Formen und die leuchtenden Farben.



Bekannt wurde er vor allem mit seinen Landschaften. Unverkennbar mit warmen, harmonischen Farben, malte er seine Motive kraftvoll mit Oel und Mischtechnik auf die Leinwand. Wie in einer Besessenheit und Trance holte er all das Uerlebte in seinen Wahrnehmungen nach. So entstanden die Sujets im Süden: Toscana, Frankreich, Israel, Afrika, etc.

Sein Wunsch sich zu veräussern war enorm, und nach dem Tod seiner geliebten Ehefrau Vally zog er sich gerne in sein Atelier zurück. Was viele Künstler zu ihren Lebzeiten nie erfahren: HL konnte seinen Erfolg in der Kunstwelt geniessen.

In den späteren Jahren vom 1992-2005 kamen die schlichten, einfachen Sujets zum Zuge. Sein innerer ironischer Humor wurde in die Öffentlichkeit getragen.

Die "Gnomen" in ihrer witzigen Art und als listige Mimiker, die "Fünf Sinnebilder" mutig und frech in einer Figur vereint, offenbaren drei total andere Malweisen, die typisch Hans Leupin entsprechen.

Leider verliessen ihn die Kreativität und Kraft immer mehr, und er konnte die letzten fünf Jahre seines Lebens kaum mehr etwas zu Papier bringen.

Wir sehen ihn immer wieder vor uns: schmunzelnd, kritisch, mit seiner Pfeife im Mundwinkel - "das isch typisch dr Hans Leupin".